Pranayama oder wie ich meine Atmung kontrolliere Teil 1

Pranayama, was ist das eigentlich?

Wörtlich übersetzt bedeutet Pranayama so viel wie die „Beherrschung des Atems“. Es ist allerdings viel mehr als das. Wenn man sich mit dem Thema Meditation und Atmung auseinander setzt, läuft einem zwangsläufig der Begriff Pranayama über den Weg. Als Pranayama werden auch verschiedene Atemtechniken zusammen gefasst, insgesamt gibt es acht klassische Pranayama. Diese haben unterschiedliche Wirkungsweisen. Einige bewirken Klarheit, andere wirken anregend, wieder andere führen zur Ruhe und Erdung. Alle diese Übungen sollen dabei helfen, unseren Geist bzw. unsere Gedanken zu beruhigen. „Yoga ist das Zur Ruhe kommen der Gedanken im Geist“ Patanjali. Einige Pranayama sind sehr anspruchsvoll und erfordern ein hohes Maß an Übung und Erfahrung. Es gibt aber ebenfalls einfache Übungen, mit denen Anfänger direkt starten können. Zu dieser zählt etwa „Anuloma Viloma“, die Wechselatmung. Diese Übung sorgt für Ausgleich und Konzentration, beide Gehirnhälften werden wieder besser mit einander verknüpft. Zusätzlich öffnet diese Übung die Nasengänge und kann sich positiv auf Asthma, Allergien und Heuschnupfen auswirken.

Wie führe ich Wechselatmung nun durch?

Als erstes suche ich mir eine bequeme Sitzhaltung, z.B. den Schneider- oder Fersensitz und schließe die Augen. Am besten nimmt man sich noch ein paar Augenblicke und konzentriert sich erst einmal auf die Atmung ohne irgendeine Technik. Wie lange, dass ist jedem selbst überlassen, so lange, bis man sich „gesammelt“ hat und konzentriert genug, um zu starten. Um mit der Wechselatmung zu beginnen, bilde ich mit der rechten Hand das sogenannte Vishnu Mudra. Einatmen durch beide Nasenlöcher, mit dem rechten Daumen das rechte Nasenloch locker verschließen und durch das linke Nasenloch ausatmen. Durch das linke Nasenloch wieder einatmen beide Nasenlöcher verschließen und die Luft kurz halten. Das rechte Nasenloch öffnen und ausatmen. Durch das rechte Nasenloch wieder einatmen und wieder beide Löcher verschließen und die Luft kurz halten. Zu Beginn kann man mit z.B. 10 Wechseln starten und versuchen das Ein-und Ausatmen sowie das Lufthalten gleich lang auszuführen, zähle hierzu z.B. immer im Geist bis vier. Ziel ist es, die Ausatmung zu verlängern und auch die Atempausen immer länger halten zu können. Beachte bitte, dass es viele Varianten und Empfehlungen gibt, wie man am besten startet und wie lange Ein-Aus-und Atempausen sein sollen. Probiere dich hier einfach aus, und mach das, was sich für dich am besten anfühlt.

Je öfter du übst, umso leichter wird es dir fallen und du wirst länger du in dieser Übung bleiben können.